Lost in Translation Teil 1: CrazySexyCool Tokio

Die Instagram Stalker unter euch wissen es natürlich schon lange, da ich bereits immer live quadratische Bildchen von unseren Japan-Abenteuern gepostet habe. Aber nun gibt’s auch einen „offiziellen“ Bericht auf meinem kleinen Blog. Ich korrigiere: Berichte. Mehrzahl. Es war einfach unmöglich 19 Tage Japan, 5 Städte und unzählige Eindrücke und skurrile Erlebnisse in nur einen Beitrag zu packen. Falls ihr euch jetzt fragt wieviele Japan-Beiträge ihr genau ertragen müsst: das weiß ich selbst noch nicht so genau, aber mindestens drei.

Nachdem ich seit mindestens 17 Jahren davon geträumt habe, ging der Herzenswunsch einmal nach Japan zu reisen Mitte März endlich in Erfüllung. Aber erstmal hat die Lufthansa kräftig das Urlaubsfeeling getrübt, denn ausgerechnet an unserem Abflugtag wurde mal wieder gestreikt. Nachdem der Schock verdaut war, einige Tränen geflossen sind und wertvolle Zeit in den Warteschleifen verstrich, kam die erlösende Nachricht, dass unser Flug startet. Erstmal ging es also von Hamburg nach München und von da direkt nach Tokio. Es war ein wahres Herzschlagfinale, weil wir beinahe den Anschlussflug verpasst hätten. Von dem ganzen Lufthansa-Streik-Stress war ich so aufgewühlt und aufgedreht im Flieger, dass ich die Landung kaum erwarten konnte und die Flugbegleiterin schon gefragt hab, ob man wohl den Fuji beim Landeanflug sieht. Okay, ich gestehe – es könnte auch an dem Gin Tonic und Baileys gelegen haben, den wir im Flugzeug bekamen. Das trug erheblich zur Versöhnung mit der Lufthansa bei.

Nach etwa 12 Stunden Flug landeten wir am Flughafen Tokio-Haneda und von da ging es für uns erstmal nach Shibuya. Wenn schon Tokio, dann richtig. Nachdem wir endlich verstanden haben wie das mit der U-Bahn funktioniert ging es in unser dubioses AirBnB Appartment. Dubios deshalb, weil die Regeln sehr streng und auch skurril waren. Aber es war relativ groß, relativ sauber und lag sehr gut, um die Stadt zu erkunden. Und retrospektiv betrachtet war es eine der besten Unterkünfte unserer Reise.

Wir haben Tokio in zwei Etappen erlebt, zu Beginn waren wir einige Tage da und vor dem Rückflug nochmal ein paar Tage zur Kirschblütenzeit. In diesem Blogpost seht ihr beide Tokio-Teile auf einmal.

Unsere genaue Reiseroute war wie folgt:

Tag 1 – 5: Tokio
Tag 5 – Tag 8: Yudanaka (Präfektur Nagano in den japanischen Alpen – inkl. Besuch der Schneeäffchen)
Tag 8 – Tag 10: Osaka

Tag 11: Nara
Tag 12 – 15: Kyoto

Tag 15 – 19: Tokio

Was wir alles in Tokio erlebt haben sprengt vermutlich diesen Beitrag, aber wir haben von Katzencafe über Alice im Wunderland Restaurant bis hin zu Kitchen Town und Second Hand Shopping in Shimokitazawa viel mitgemacht. Wir waren mittendrin statt nur dabei wenn das alljährliche Blühen der Kirschblüten mit Picknicken unter den Bäumen zelebriert wird. Wir waren auf der künstlich aufgeschütteten Insel Odaiba, die aussieht als wäre man plötzlich in Amerika und sind dort an einem Tag mit Sturmwarnung mit einem Riesenrad gefahren (und ich bin innerlich fast gestorben vor Angst). Wir haben massenhaft Dango und Mochi gegessen. Wir haben im Sega Game Center Mario Kart mit Japanern gespielt und Crepes im verrückten Stadtteil Harajuku gegessen. Wir haben ein eisgekühltes Bier in der Asahi Brauerei mit Blick über das nächtliche Tokio getrunken – frischer und leckerer gab’s Bier noch nie. Wir haben Geishas bei Starbucks getroffen. Wir waren im Elektronikviertel Tokios unterwegs wo es alles gibt was das technikverliebte Herz begehrt – unter anderem alte Gameboys und unendlich viele dazugehörige Spiele. Das Kind in mir hat laut gejubelt. Und wir haben sogar einen ehemaligen Bräutigam getroffen. Eric hat auf Instagram gesehen, dass wir in der Stadt sind und uns konatkiert. Seine Frau war leider nicht dabei, aber es war verrückt ihn ausgerechnet in Tokio zu treffen. Die Hochzeit fand vor einigen Jahren in Wien statt als die beiden Amerikaner dort lebten. Mittlerweile leben sie wieder in den USA, wir leben in Hamburg und getroffen haben wir uns in Japan. Die Welt wird auch immer kleiner.

Den berühmten Berg Fuji haben wir übrigens in fast drei Wochen nicht gesehen. Es war immer zu diesig und selbst als wir mit dem Zug quasi direkt daran vorbei gefahren sind hat sich der offensichtlich sehr schüchterne Berg versteckt.

Als Vegetarier war es auch nicht immer leicht auf die Schnelle was essbares zu finden, wir haben ein paar Tage gebraucht um rauszufinden wie und wo wir am besten etwas zu essen bekommen und haben auch viel vorab gecheckt wo es etwas gibt. Die Offenbarung war T’s Tan Tan, ein veganer Ramen Laden im Hauptbahnhof. Wir waren überglücklich als wir den entdeckt haben, denn so war es auch für uns möglich DAS traditionelle japanische Gericht zu essen – und das haben wir in Summe gleich fünf Mal bei Mr. T getan.

Und Tätowierungen sind verpönt in Japan. Immer noch ist das sehr mit der japanischen Mafia verbunden und auch wenn ich jetzt nicht unbedingt aussehe als gehörte ich dazu, so wird einem doch der Zutritt zu bestimmten Einrichtungen verboten wenn die Tattoos sichtbar sind. So darf man z.B. nicht in den Onsen – den japanischen heißen Quellen – baden wenn man tätowiert ist. Und die meinen das verdammt ernst.

Jetzt aber genug gelabert, los geht’s mit dem ersten Schwall Bilder. Fotografiert habe ich übrigens wie immer auf Reisen mit meiner kleinen Fuji X100T, die „Große“ (wie ich meine 5D Mark III nenne) musste zuhause bleiben.

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An dieser Stelle beginnt der zweite Tokio-Teil, nachdem wir zwei Wochen durchs Land gereist sind.

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Hier geht’s direkt zu den weiteren Japan-Teilen:
Teil 2 – Scheeäffchen & Osaka
Teil 3 – Nara & Kyoto

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