There is nothing wrong with being lazy sometimes

Im Mai hatte ich die wunderbare Gelegenheit Alper zu einem Filmdreh nach Mallorca zu begleiten. Er hat dort nämlich den Imagefilm für ein neues Fincahotel gedreht und ich hatte zufällig auch mal Zeit und mich da ganz frech einfach angehängt. Nach unserem letzten Trip nach Mallorca im April 2014 konnte ich es kaum erwarten. Und so ging es montags von Hamburg nach Palma de Mallorca wo uns Alex, einer der zwei Betreiber der Lazy Finca, vom Flughafen abgeholt und zur rustikalen Finca im Landesinneren bei Felanitx gebracht hat. Wir kamen gerade rechtzeitig an um das leckere mallorquinische Abendessen zu genießen. Während Alper die nächsten Tage mit Filmen beschäftigt war, hatte ich die Chance mal etwas Abzuschalten. Der erste Urlaub seit 13 (!!!) Monaten und so blieb der Laptop die meiste Zeit aus, auch wenn ich mir eigentlich vorgenommen hatte mal etwas Arbeit aufzuholen. Stattdessen widmete ich mich dem dolce far niente oder äh… wie auch immer es auf Spanisch heißt. Ich las ein Buch am Pool, streichelte die freilaufenden Hühnchen und hatte viel Zeit Yoga zu machen und mit Lucy, dem Fincahund, spazieren zu gehen. Außerdem hatte ich endlich Zeit die Virusinfektion auszukurieren, die ich seit einigen Wochen mit mir rumschleppte. Die Abende verbrachten wir immer beim gemeinsamen Essen im Garten mit den anderen Gästen und auch Freunden, die zufällig gerade auf Mallorca leben. Wir cruisten auch mit einem der fünf Bullis über die Insel und erstürmten den Gipfel von Sant Salvador. Die VW T3 kann man übrigens auf lazy-bus.com auch für den Urlaub mieten – eine sehr coole Sache. Bei einer Wanderung von der Cala Romantica zur Cala Varques und zurück entdecken wir schöne Fleckchen und hatten wunderbare Aussichten auf das Meer. Die Cala Varques ist übrigens ein absoluter Geheimtipp, da es (noch) nicht so touristisch zugeht dort.

Nach fünf Tagen war die schöne Zeit auf der lazy Finca bei Jill und Alex schon wieder vorbei und wir fuhren mit dem öffentlichen Bus aus Felanitx nach Palma. Dort haben wir noch zwei Tage drangehängt, um uns endlich mal die Stadt anzuschauen und noch ein wenig Zweisamkeit zu genießen, denn diese beiden Tage waren auch für Alper Urlaub. Wir bezogen Samstag Nachmittag unser Airbnb am Placa del Mercat mit Blick über den Platz und auf die beeindruckende Kirche Esglesia de Sant Nicolau. Die nächsten zwei Tage schlenderten wir einfach nur ziellos durch die unendlich vielen Gassen der schönen Altstadt, tranken Kaffee auf schönen Plätzen unter Palmen und aßen leckeres Eis.

Leider wussten wir nicht, dass die meisten Cafes und Geschäfte Samstag Nachmittag schließen und auch sonntags geschlossen haben. Wir hatten uns schon sehr gefreut, besondere Cafes und vegetarisch/vegane Lokale zu erkunden. Für den ersten Abend hatten wir uns das Bon Lloc ausgesucht und als wir in dem schön eingerichteten Lokal standen und uns schon die Düfte der Küche in die Nase stiegen, wurde uns mitgeteilt dass alle Tische reserviert seien. Die Kellnerin gab uns aber einen Tipp für ein veganes Lokal, das wir nichtmal im Internet gefunden haben. Dank Alpers fließenden Spanischkenntnissen verstand er die Wegbeschreibung und wir saßen wenig später in dem süßen Lokal names „Compost“, das ausschließlich ausgefallene vegane Gerichte mit regionalen Bio-Zutaten auf der Karte hatte. Ein Glückstreffer. Wir fragten gleich, ob es Sonntag auch auf hätte und erfuhren, dass die meisten Restaurants Sonntag geschlossen haben. Für den nächsten Abend haben wir dann lange recherchiert und fanden so das „Es rebost“, das auch einige vegane und vegetarische Gerichte sowie die leckere Pep Lemon anbot, die wir schon auf der Lazy Finca kennen und lieben gelernt haben. Zwischendurch statteten wir dem „C’an Joan de S’aigo“ einen Besuch ab. Das Cafe stammt aus dem Jahre 1700 und die Besucher waren größtenteils Mallorquiner. Leider ist das traditionelle Süßgebäck „Ensaimada“ mit Schweineschmalz zubereitet und daher nicht für Vegetarier geeignet. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass fast jedes süße Teilchen mit Schweineschmalz gebacken wird.

Montag ging es für uns schon wieder zurück, aber wir ließen es uns nicht nehmen im „La Molienda“ zu frühstücken und den besten Kaffee Palmas zu genießen. Darauf hatte sich besonders Alper gefreut, der bei der Auswahl des Airbnbs sogar darauf geachtet hatte, dass dieses Cafe nicht zuweit weg ist. Als Third Wave Coffee Liebhaber gibt es sonst in Palma kaum etwas zu entdecken. Natürlich hatte das La Molienda über das Wochenende auch geschlossen und wir dachten schon, wir schaffen keinen Besuch mehr in dem liebevoll eingerichteten Laden. Frisch gestärkt ging es dann auch schon zum Flughafen und zurück ins kühle Hamburg.

Falls ihr euch fragt, warum die Bilder alle quadratisch und so komisch editiert sind: ich habe ausschließlich mit dem Handy fotografiert und diese auch nur mit Instagram Filtern bearbeitet. Ich war ja schließlich im Urlaub und there’s nothing wrong with being lazy sometimes.

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Und wer noch mehr Fernweh bekommen und außerdem sehen möchte wieviel Spaß wir auf der Lazy Finca hatten, der dreht jetzt den Ton auf und schaut sich das Video von Alper an:

Lazy Finca – Promo Film from Alper Tunc on Vimeo.

1 notes + Add comment
  • Fee ist mein Name

    on Juni 11, 2016  18:55

    Das sieht nach einer wunderbaren Reise aus. Und das Video macht Lust auf mehr (und Meer). Hach <3