Eine Woche im quirlig bunten Marrakesch

Kurz vor Weihnachten brauchte ich dringend eine Auszeit nach der langen, anstrengenden Saison und so habe ich beschlossen endlich mal nach Marrakesch zu fliegen. Dorthin wollte ich schon ziemlich lange mal und als ich dann ganz spontan ein gutes Flugangebot gefunden hab, war auch Alper gleich von der Idee überzeugt.

Gesagt, getan. Und so ging es dann eines morgens kurz vor Weihnachten um 4.30 Uhr bei uns in Hamburg los und nach einem kleinen Zwischenstopp in Düsseldorf nahmen wir Kurs auf Marrakesch. Mit dabei hatte ich übrigens nur eine „kleine“ Kamera, die ich mir extra für so private Trips kurz vorher zugelegt habe. Nach langem hin und her habe ich mich für die zu dem Zeitpunkt brandneue Fuji X100T entschieden. Alle Bilder auf dem Blog sind also mit dieser Kamera entstanden!

Die rote Stadt empfing uns mit Sonnenschein und milden Temperaturen. Unsere Unterkunft hat ein Taxi für uns organisiert, das uns abgeholt und direkt ins Riad gebracht hat. Das war auch ganz gut so, denn auf dem kurzen Weg dahin waren wir schon komplett überfordert von den Eindrücken und dem Straßenverkehr. Es ging durch winzigkleine Gassen und ein Labyrinth quer durch einen Markt bis wir plötzlich da waren. Wir haben uns für das Riad Bindoo entschieden – Riad werden übrigens alte marrokanische Häuser mit Innenhof genannt. Kaum betritt man durch die schwere Holztür das Innere ist man wie in einer anderen Welt, die pulsierende Hektik der Großstadt ist plötzlich ganz weit weg. Wir werden herzlich empfangen und bekommen auf der Dachterrasse in der Sonne erstmal etwas Tee zur Entspannung. Nach knapp 11 Stunden Anreise und einer durchgemachten Nacht hatten wir die auch dringend notwenig.

Trotzdem konnten wir es uns nicht nehmen lassen nochmal vor die Tür zu gehen und zumindest die nähere Umgebung zu erkunden. Unser Riad lag in der Gegend um „Bab Doukala“ und in einem Souk, einem Markt. Allerdings in einem etwas weniger touristischen, wo man eher das ursprüngliche Leben mitbekommt und mehr Marrokaner als Touristen einkaufen. Und so traf uns auch sofort der Kulturschock, als wir gesehen haben, dass an den Marktständen auch Tiere verkauft werden und diese in brutalen „Schlachtmaschinen“ vor den Augen der Käufer abgemurkst werden. Für uns als Vegetarier war das echt hart anzusehen und von da an wussten wir auch welche Route wir am besten durch „unseren“ Souk nehmen bzw. wo wir lieber nicht so genau hinsehen. Auch muss man sagen, dass viele Esel durch die engen Gassen getrieben werden, die alt und schwach sind. Bei sowas blutet mir ja sofort das Herz und ich konnte den ersten Eindruck der Stadt gar nicht so richtig genießen.

Völlig übermüdet kamen wir zurück in unser schönes Zimmer, um uns auszuruhen. Und an dieser Stelle gebe ich euch einen wichtigen Tipp: Achtet bei der Wahl des Riads unbedingt darauf, dass es eine Heizung hat, wenn ihr im Winter nach Marrakesch reist. Unser Zimmer hatte zwar eine Heizung und auch einen Kamin, aber die Heizung war kaputt und der Kaminabzug hat nicht richtig funktioniert. So konnten wir zwischen frieren und geräuchert werden wählen. Manchmal haben wir auch unfreiwillig beides abwechselnd gemacht. Kamin an, zuviel Rauch im Zimmer, Fenster auf, frieren.

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Am zweiten Tag machten wir uns nach einem herrlichen Frühstück auf der sonnigen Dachterrasse (mit Blick auf das Atlas Gebirge!) auf um die Stadt zu erkunden. Vor der Tür war plötzlich eine Baustelle, die am Vortag noch nicht da war. Wir liefen wieder durch den vegetarierunfreundlichen Souk in unserer Nachbarschaft bis zum „großen“ Souk im historischen Zentrum der Stadt. Wir ließen uns einfach nur treiben und wanderten durch die engen Gassen des Marktes. Nach einer kleinen Teepause in der Sonne wollten wir zur bekannten „Ben Youssef Medersa“, entdeckten am Weg dahin aber ein kleines, goldenes Tor. Von der Neugier getrieben gingen wir hinein und fanden einen wunderschönen, hellen Innenhof und eine beeindruckende Ausstellung zum Thema „Gleichberechtigung der Frauen“. So ist das in Marrakesch – einfach überall mal reingehen und reinschauen, hinter kleinen Toren und unscheinbaren Wänden verbergen sich oft schöne Dinge. Die Ausstellung war übrigens sogar gratis!

Danach ging es aber direkt in die nebenan liegende „Ben Youssef Medersa“, eine alte Schule in einem beeindruckenden Gebäude. Der Eintritt kostet umgerechnet etwa 4 Euro pro Person und Winter war die beste Zeit sie zu besichtigen, denn es waren kaum Leute da. Man konnte also die Stille und die Architektur des Gebäudes auf sich wirken lassen und entspannt jede Ecke erkunden.

Weiter ging es durch die Souks bis zum Gewürzmarkt wo wir aber in das „Cafe des Espices“ fast schon flüchteten, weil es auf Dauer wirklich anstrengend wird durch die Souks zu laufen. Leider muss ich sagen, dass man meistens schon das Gefühl hat man ist für viele der dumme, geldkackende (sorry für meine Wortwahl!) Tourist. Dieses Gefühl hat sich vor allem in den nächsten Tagen verstärkt, je länger wir in der Stadt waren. Aber bei einem Kaffee und Tee in der Abendsonne mit Blick über den Gewürzmarkt ging es uns gleich wieder besser.

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Am dritten Tag brauchte ich dringend mal eine Pause von den hektischen Souks und so machten wir uns auf zum „Jardin Majorelle“ außerhalb der Altstadt. Und kaum geht man durch eines der vielen Tore der ehemaligen Stadtmauer steht man in einer komplett anderen Welt. Große, breite Straßen mit Ampeln und Zebrastreifen findet man da plötzlich genauso wie modernste Hochhäuser, teure Autos und Supermärkte. Bisher haben wir unser Trinkwasser an einem der Marktstände in „unserem“ Souk gekauft. Wir konnten von unserem Riad zu Fuß zu den Majorelle Gärten gehen und auf dem Weg dahin wurde uns dreimal ungefragt der Weg erklärt (allerdings nicht zu den Majorelle Gärten) und dafür Trinkgeld verlangt, einmal wurde uns sogar erzählt, dass der Park nun sowieso geschlossen hätte und wir woanders hingehen sollten. Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen. Dass einem ständig ungefragt der Weg erklärt wird zu einem Ziel, zu dem man gar nicht möchte. Dafür soll man dann auch ständig Bakshish, Bakshish bezahlen. Und im Grunde schicken einen alle immernur zum „La Place, la Place!“ – dem berühmten Djemaa el Fna, dem Platz in der Stadtmitte. Ob man da nun überhaupt hinwill oder nicht ist Nebensache, hauptsache sie bekommen Kohle dafür.

Irgenwann kamen wir dann auch bei den Majorelle Gärten an. Das war eines meiner persönlichen Highlights und den Eintritt von ein paar Euro total wert. Wieder betritt man eine völlig andere Welt in der die Hektikt und das Chaos der Großstadt ewig weit weg scheinen. In der Mitte des Parks steht das Haus von Modedesigner „Yves Saint Laurent“, er hat damals den Park und das Haus mit seinem Lebensgefährten gekauft. Wir haben viel Zeit in der Stille des Parks und dem netten kleinen Cafe verbracht.

Danach sind wir über eine der großen Straßen zurück Richtung Altstadt marschiert und kamen schließlich am „La Place“ an. Wir gönnten uns erstmal frischgeprässte Säfte zum Preis von umgerechnet 40 Cent und ließen dann die Eindrücke des Nachtlebens auf dem Djemaa el Fna auf uns wirken. Vom Hunger getrieben gingen wir wahllos in eines der Lokale mit Dachterrasse, aber außer dem fabelhaften Blick über das Treiben des Platzes war es nichts Besonderes. Als Vegetarier hat man in den Restaurants nicht viel Auswahl, entweder Couscous mit totgekochtem Gemüse oder Tajine – also auch totgekochtes Gemüse. Man hätte übrigens auch direkt unten am Platz essen können, dort ist es günstiger und man sollte es eigentlich mal erlebt haben. Für umgerechnet 2 Euro bekommt man da schon ein ganzes Gericht. Aber ich habe einen empfindlichen Magen und wollte mich nicht gleich am dritten Tag selbst außer Gefecht setzen.

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Am Tag vier ging es durch die Souks zur Koutoubia Moschee. Ihr Turm ist der höchste der Stadt und von sogut wie überall sichtbar. Die Moschee kann man leider nur von außen betrachten, denn sie ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Und dann wurden wir schon wieder übers Ohr gehauen. Ein älterer Mann kam mit Keksen auf einem Tablett auf uns zu und machte einen verwirrten, aber netten Eindruck und drückte uns einen der Kekse in die Hand mit den Worten „Geschenk, Geschenk“. Man ist als Europäer ja auch immer so höflich und zuvorkommend und will sowas nicht ablehnen. Also nahm ich den doofen Keks. Blöder Fehler, ganz blöd. Denn so schnell konnten wir nicht schauen, da hat er auch Alper einen in die Hand gedrückt und darauf bestanden dass er probiert. Kaum berührten seine Zähne den Keks hielt er auch schon grinsend die Hand auf und wollte umgerechnet 2 Euro dafür. Nur zur Erinnerung: dafür kann man am Hauptplatz schon ein ganzes Gericht zu essen. Und das mit dem Keks wär auch nur halb so blöd gewesen, hätte ich vorher nicht gesehen wie der Mann in eine Ecke gerotzt hat und sich dann mit der Hand über die Nase gewischt hat. Ich habe meinen 2-Euro-Keks dann an die eh schon viel zu fetten Tauben verfüttert und dem alten Mann nachgesehen, wie er schnurstraks auf die nächsten Touristen zulief.

Weiter ging es zum „Bab Agona“, eines der schönsten und prunkvollsten alten Tore der Stadt. Darauf nisten auch viele Störche, die überhaupt nicht schüchtern sind und ihre Runden fliegen. Weiter ging es in den Orsteil „Kasbah“ wo wir so oft wie noch nie zuvor ungefragt wieder zum „La Place“ zurückgeschickt wurden, nur weil wir mal fünf Meter abseits der Touristenpfade liefen – und das auch so wollten.

Unterwegs machten wir Halt beim „Earth Cafe“ – dem einzig vegetarischen Lokal der gesamten Stadt und dem einzigen mit einer kleinen Auswahl an veganen Gerichten. Endlich mal kein totgekochtes Gemüse, sondern schön dekorierte vegetarische Gerichte und ausgefallene Smoothies. Alper hatte den veganen Burger und einen Rote-Beete-Ingwer-Orangensaft und ich hatte Filoteig gefüllt mit Kürbis, Spinat, Ziegenkäse und Apfelsauce und dazu einen frischen Gurken-Orangensaft. Wir haben ein nettes Pärchen aus England kennengelernt und eine schöne Zeit verbracht.

Frisch gestärkt ging es zurück Richtung Riad. Unterwegs trafen wir auf dem Djemaa el Fna noch auf die brühmten Schlangenbeschwörer, die mit ihrer Show Touristen anlocken und einem die Schlange auch ungefragt auf den Kopf setzen. Man muss jetzt dazu sagen, dass ich überhaupt keine Angst oder Ekel vor Schlangen habe – ich finde sie toll. Ich hatte eher Mitleid mit den Tieren, die vorgeführt werden und denen auch die Zähne gezogen waren. Aber Schlangen sind nicht die einzigen Tiere, die auf dem Platz Touristen anlocken sollen. Man sieht viele Äffchen in Windeln, Babyhunde und sogar Raubkatzen. Wieder blutet mir das Herz. Bezahlen muss man dann natürlich auch wieder, wenn einem diese Schlange auf den Kopf gesetzt wird. Als Alper nach den Münzen kramt wird er gleich angebrüllt „No hard money. PAPER MONEY!!!“ Okay, okay. Von der utopischen Summe von 20 Euro kann ich aber das Trinkgeld noch auf 5 Euro runterhandeln womit er sich zufrieden gibt. Ich werde noch mehrfach am Arm gezogen und man will mir unbedingt Henna Tattoos aufschwatzen oder mir den armen Affen andrehen. Wir verlassen schnell den Platz und die Souks und nehmen die „Außenroute“ zu unserem Hotel zurück, denn vom Chaos haben wir für heute erstmal genug.

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An Tag 5 haben wir uns vorgenommen in den Souks zu shoppen. Das ist allerdings auf Dauer sehr anstrengend und die Verhandlungen mit den Verkäufern sind zäh. Nachdem wir auch noch von dem einen Verkäufer angebrüllt und von dem anderen ausgelacht und verspottet werden, flüchten wir wieder ins „Cafe des Espices“ um uns zu erholen. Frisch gestärkt geht das Chaosshopping in den Souks weiter. Wir essen im „Kui-Zin“ auf der gemütlichen Dachterrasse bei Loungemusik und entspannen danach noch bei einem Kaffee. Ich hatte vorher extra geschaut wo es ein „vegetarierfreundliches“ Lokal gibt, damit wir dem totgekochten Tajine-Gemüse entkommen und so dieses süße, kleine Lokal entdeckt.

Auf dem Weg zurück in unser Hotel kaufen wir in einem Laden bei einem stotterndem Verkäufer Tee. Er zeigt uns stolz das Foto von sich uns Jason Statham, der auch schon in seinem Laden eingekauft hat.

Am Abend lassen wir uns im nebenan liegenden Hammam „Easy Spa“ dann etwas durchrubbeln und durchkneten. Auch wenn der Name und das Schild eher an ein Laufhaus erinnern, so ist es drin wirklich hübsch. Aber diese „Hammam-Erfahrung“ muss man jetzt nicht unbedingt machen – außer man steht darauf wenn einem eine fremde Frau unsanft eimerweise Wasser ins Gesicht schwabbt und dich danach unmotiviert mit einem rauhen Waschlappen durchrubbelt. Wer die Luxusvariante machen möchte, dem kann ich „Les Bains de Marrakech“ empfehlen – das liegt direkt am „Bab Agona“ und schon von draußen riecht man wo es zum Spa geht.

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Am vorletzten Tag haben wir den Vormittag im Riad und auf der Dachterrasse vertrödelt und sind mittags los Richtung „Maison de la Photographie“, ein kleines Museum das eine interessante Fotoausstellung mit Bildern aus dem Marokko des 19. und 20. Jahrhunderts zeigt. Auf der Dachterrasse befindet sich ein gemütliches Cafe mit Blick über die Stadt, hier hält man es aus. Durch die Souks über den Gewürzmarkt geht es direkt ins nächste Cafe – dem Cafe Nomad, das für Souk-verhältnisse schon eher gehoben ist. Als wir auf der Dachterrasse (wo auch sonst!?) sitzen fängt es an zu regnen, was uns als Wahlhamburger aber kaum beeindrucken kann. Wir bleiben einfach sitzen, zumindest solange bis wir durch die Souks weiterlaufen ins nächste Cafe. Im afrikanischen Bakchich Cafe ist alles bunt und fröhlich, man kommt aus dem Staunen gar nicht raus. Danach beenden wir unser „Cafe-Hopping“ und entdecken am Weg zurück in unser Riad einen Markt, der sich hinter dicken Mauern und einem großen Tor verbirgt – den „Ensemble Artisinal“. DEN hätten wir mal am Anfang entdecken sollen! Dort gibt es kleine Shops mit netten Verkäufern und Fixpreisen, die deutlich unter denen liegen, die man im Souk erhandeln kann. Man shoppt total stressfrei, kann auch mal alle ansehen und sogar mal anfassen bevor man sich entschließt etwas zu kaufen. Es ist eine Offenbarung! Den restlichen Abend verbringen wir dank starkem Regen im Hotelzimmer und schauen zum Motto passend „Casablanca“ auf dem iPad, dazu gibt es frischen Verbena-Tee und Kekse.

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Der siebente Tag war unser letzter voller Tag in Marrakesch und weil es draußen immernoch regnet gönnen wir uns erstmal Frühstück im Bett und vertrödeln dann den restlichen Vormittag auf unserem Zimmer. Als der Regen aufhört vertrieben wir uns den Nachmittag in der Mall in Gueliz, dem mordernen Zentrum der Stadt und versuchen bei Starbucks verzweifelt ins Wlan zu kommen. Danach geraten wir in einen Menschenauflauf als eine bekannte Fußballmanschaft im Shoppingcenter auftaucht. Wir flüchten vor dem Chaos und vom Hunger getrieben und landen schließlich im „Mama Africa“ – einem kleinen, süßen Restaurant mit halbwegs leckerem Essen. Es wäre noch besser gewesen hätten drinnen nicht alle geraucht, aber am letzten Tag waren uns solche Kleinigkeiten schon mehr oder weniger egal.

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Fazit: Für Marrakesch reichen drei Tage absolut aus um alles gesehen und erlebt zu haben. Wenn man länger in Marokko bleiben will, dann würde ich eher weiterfahren an die Küste oder in die Berge. Meine Must-Sees der Stadt waren: Souk, Djemaa el Fna, Maison de la Photographie, „Frauenausstellung“ und Jardin Majorelle. Bis auf letzteres befindet sich alles im Umkreis von ein paar Gehminuten und ist gut in wenigen Tagen machbar. Man sollte das Einkaufen in den Souks schonmal erlebt haben, aber ich würde für entspannteres Shoppen unbedingt „Ensemble Artisinal“ empfehlen, nur ein paar Gehminuten außerhalb des großen Souks.

Meine Vorstellung der Stadt wurde jedenfalls etwas ent-romantisiert. Das romantischste daran war eigentlich als wir den Film „Casablanca“ in unserem Riad gekuckt haben. Die Farben, Gerüche und vor allem die vielen bunten und alten Fliesen überall fand ich dennoch schön – auch wenn die Marrokaner nicht verstehen, warum man davon jetzt ein Foto machen muss.

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3 notes + Add comment
  • Saara

    on Februar 5, 2015  22:39

    Wow, wahnsinnig tolle Fotos!!!
    Ich hab mich auch gerade vor einer Woche für eine Fuji x-e2 als "to go" Kamera entschieden und bin sehr glücklich damit.
    Als Halbmarokkanerin fand ich deinen Bericht sehr interessant zu lesen. Über deine Kritikpunkte an Marokko bzw. Marrakech musste ich schmunzeln, da ich genau weiß was du meinst, aber mir die marokkanische Kultur ja sehr gut bekannt ist und ich schon so sehr an aufdringliche Anschnacker und "totgkochtes" Gemüse gewöhnt bin, dass mir das gar nicht mehr auffallen würde. =)
    Für den nächsten Marokkourlaub empfehle ich kleine Städtchen an der Küste. Es gibt viele schöne kleine Örtchen, die zwar auch touristisch, aber auch "unaufdringlicher" sind als Marrakech.

  • Planet Hibbel

    on Februar 6, 2015  10:25

    Ein ganz ganz toller Bericht mit wunderschönen Fotos! Ich bin trotz Deiner Ent-Romantisierung hin und weg. Ich war mal mit 12 (also vor sage und schreibe 30 Jahren) in Marrakesch und habe das total exotisch in Erinnerung. Nun werde ich wieder hinreisen und bin gespannt wie ich es zum Zweiten mal erleben werde. Anstrengend war es damals schon. Diesmal bin ich auch noch mit Kind da. GlG, Nadine

  • Yvonne

    on Oktober 7, 2016  18:46

    Die Fotos sind wirklich grandios!
    Ich wurde von Marrakesch übrigens auch ent-romantisiert... ;)

    Vielleicht magst Du ja Deinen Reisebericht bei meinem aktuellen Reiseglück zufügen. Diesen Monat sammel ich nämlich Reiseberichte rund um Marrakesch in einer Linkparty :)
    Liebe Grüße, Yvonne